La Fuente, (die Quelle) wurde als eine temporäre wasserführende Installation im

Rahmen der internationalen Ausstellung "Cambio constante V" (stäter Wandel 5) im Innenhof des Museo de la Historia de Zaragoza in Spanien im Mai 2004 aufgestellt. Die Ausstellung fand  in Rahmen der Kulturtage "En la Frontera" statt.

Der Ausgangspunkt für die Aufstellung dieser Arbeit im öffentlchen Raum des Museums war ein bereits bestehendes quadratisches Wasserbecken, in dessen Zentrum sich ein weiteres rundes Becken mit ca. zwei Meter Durchmesser befand.

Das zentrale Element der Brunnenplastik, die auf dem Grundidee einer früheren Arbeit, der "Seilinstallation 1" basiert, besteht aus einem drei Meter hohen wasserführenden Gitterobjekt. Beiderseits dieses vertikalen Elementes stehen im Wasserbecken zwei Gruppen von Pflastersteinen aus Granit.

Die eine, aus 140 Granitsteinen bestehende Gruppe, bildet eine siebenstufige Pyramide. Die zweite Gruppe aus der selben Anzahl von Granitsteinen, bildet ein weites Feld einzelner, im Wasserbecken verstreuter Steine.

 


Die Steine stehen in labiler Kantenlage, in der sie durch

140 dünne gespannte Seile gehalten werden.
Die Seile wurden von der Pyramide durch das Gitterwerk zu den einzelnen Steinen auf der anderen Gitterseite geführt. Der Strahl der Wasserfontäne steigt bis in eine Höhe von etwa sieben Metern.

 

 

 

Zur Eröffnung der Ausstellung "Vom Mikro zu Makro" führte die Tänzerin Nicole Weyandt eine Choreographie mit dem Titel "Asteroiden" auf, die sie gemeinsam mit Michael Deiml im Kontext der Rauminstallation Polymyxa Graminis erarbeitete.

Die Tanzperformance wurde durch zeitgenössische Klavierkompositionen, der in München lebenden Komponistin Konstanzia Gourzi, begleitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SUN LIGHT MEN - Installation in the landscape

Experiences I collected at two different sites in Peru (Marcahuasi and Nazca) during a long journey across South America 1981-82, inspired the creation of the Installation SUN / LIGHT / MAN in the small city of Gengenbach in southern Germany 1984.

An astronomically oriented line in Nazca and a circle of stones which I had found in Marcahuasi, are the two principals forms I tried to tie together and to join, as a part of this geographically and astronomically oriented installation in that landscape.

The whole work was integrated into the landscape, taking into account also the landscape profile, lines of visibility and vegetation. The geographical position, the local space specification, is complemented by the local time specification, which is represented by seasonal and daytime changes of natural light typical for this site. The relationship of the two dynamic cycles of light and shadow define a time in a way that is visible to the spectator in this work of art.

This astronomically oriented installation is physically divided into two parts. The first one is located in the valley. It is a circle of stones with a diameter of about 8m (24 ft.). Above it there is an inclined arch made of steel. The second part, located in northeast direction on a small hillock in the distance, about 700m (2300 ft.), away from the circle, consists of a big, round mirror with a diameter of 3,7m (11 ft.). These two artificial objects in the landscape relate to each other. The natural movement of the earth around the sun enables periodic movement of light and shadow phenomena related to the installation. Both the light and the shadow cycles meet each other in the middle of the stone-circle during the summer solstice. Due to the exactly calculated dimensions of all the elements, which were derived from the geographical and time specifications of the site, the shadow (cycle) moves during these days in an arc exactly across the center of the stone circle.

The sunlight reflected by the mirror (light cycle) reaches this central spot a short time before the sunset of June 21st. In that moment the small round water-filled cavity in the middle of the central stone starts to shine. Later during the year, the effects of both cycles increase in distance from one another.
The shadow stays "physically tied" to the circle of stones and to the arch. The light cycle moves in the meantime far away from the center. It will reach the largest distance on the winter solstice - December 22nd. Both cycles meet again after a period of one year, on June 21st.

The described processes enable the installation to adjust itself continuously and exactly to the changes in its natural environment.

It was not my intention to create an exact astronomical instrument, but instead to create a quiet place where the spectator may observe changes and trends in nature, which may motivate his own internal activity.

Since 1989, this work is installed permanently in the sculpture garden IM TAL in Hasselbach / Westerwald - Germany.

DER SCHWARM
Bodeninstallation beim Neubau des Infrastrukturzentrum Forschungszentrum Jülich 2012

Ausgangssituation des Projektes

Die Aufgabe beim „Kunst am Bau“ Wettbewerb für den Neubau des Infrastrukturzentrums im Forschungszentrum Jülich (FZJ) war, ein Kunstwerk zu schaffen, das von beiden Seiten der Zugangsbrücke zum Gebäude sichtbar wird und auch von den Mitarbeitern, die im Untergeschoß arbeiten, wahrgenommen werden kann.

Beziehung zum Bauwerk und Kurzbeschreibung

Julich Modell

Die Bodenplastik ist im Nordwesten dem Gebäude vorgelagert. Sie erstreckt sich dort in einer Senke beiderseits der Zugangsbrücke über eine Gesamtlänge von etwa 57m. Die polygonalen Spiegel sind auf Edelstahlstelzen befestigt.

Die Spiegelelemente scheinen sich wie ein Schwarm um das Gebäude vom Osten nach Westen zu bewegen. Dabei unterquert „Der Schwarm“ in einem schmalen Durchgang die Zugangsbrücke, bevor er nach weiteren etwa 25 Metern eine kleine ovale Anhöhe neben dem Bürgersteig im Südwesten erklimmt. Vom Nordosten nach Südwesten wachsen die Stäbe immer höher aus dem Boden heraus, so dass die spiegelnden Elemente mit zunehmender Höhe der Stäbe immer beweglicher werden und durch Wippen auf den Wind reagieren.

Das Kunstwerk ist für die Betrachter sowohl von den Zugangswegen als auch aus den Räumen im nordwestlichen Gebäudeteil aus vielen verschiedenen Sichtperspektiven sichtbar. Je nach Standpunkt der BetrachterInnen wird das Gebäude und dessen Umgebung in den Spiegeln fragmentarisch reflektiert.

Einige der Spiegelelemente weisen merkwürdige, meistens rechtwinkelige Ausschnitte auf. Unter Zuhilfenahme des Lageplans des FZJ könnte man diese Formen als Grundrisse von Bauten und Anlagen im Gelände identifizieren, die von Ingenieuren und Architekten im Infrastrukturzentrum geplant bzw. von dort betreut werden.
Diese in den Polygonen fehlenden spiegelnden Ausschnitte finden die Betrachter auf den zwei senkrechten Betonstützpfeilern der Zugangsbrücke wieder.

Die grauen Sichtbetonoberflächen werden auch durch veränderliche Lichtreflexe belebt. Je nach Sonnenstand, erscheinen bei Sonnenschein auf der Gebäudefassade sich bewegende Lichtreflexe.

Die Lebendigkeit des Schwarms wird so durch die stete Veränderung der Lichtverhältnisse während des Tages und durch den Wind, der die Spiegelelemente in Bewegung setzt, noch deutlich gesteigert.

 

 





 

 

 



Klanginstallation DAS FENSTER

 

Die im Garten der Cité Internationale des Arts in Paris-Montmartre 1991 entstandene Klanginstallation mit dem Titel DAS FENSTER ist eine Fortentwicklung der Berliner Installation KÖNIG LAVRA.
Die verwendeten Materialien und Gestaltungsmittel weisen auf diese direkte Verwandtschaft hin.
Die Umgebung, in welche die Arbeit diesmal eingebettet war, bestand zur einen Hälfte aus einem abschüssigen Gelände, unter dessen Oberfläche man Bauschutt erahnen konnte. Aus dieser Trümmerhalde wuchs wild eine Gruppe von Bäumen. Die andere Hälfte des Geländes bildete eine große, ebene Betonfläche (20 x 7 m). Diese diente als Boden für ein heute zerstörtes Gebäude, das durch die deutschen Besatzungstruppen in Paris benutzt wurde.

Im Bereich, in dem beide Teile ineinander übergingen, schwebte ein Fenster etwa 1,5m über dem Boden. Es war auf 25 Edelstahlseilen eingefädelt, welche die beiden Räume wie Strahlen in einer strengen geometrischen Formation durchdrangen und miteinander verbanden. Sie verliefen diagonal von einer Steinmauer, die das Grundstück auf einer Seite begrenzte, zum Betonboden der Ruine.

Das fenster gesamtFenster Detail Wie bereits bei der Berliner Arbeit „König Lavra“ gab die fast immateriell wirkende schwingende Installation „Das Fenster“ in Paris die Möglichkeit Klänge zu erzeugen, die elektronisch verstärkt hörbar gemacht wurden. Im Unterschied zur Berliner Installation bot das Gelände in Paris jedoch die Gelegenheit, die Klanginstallation Installation in ihrer Gesamtlänge von ca. 35m zu bespielen.
Die Klangperformance wurde im Garten der Cité in Montmartre am Abend des 14. September 1991 nach Eintreten der Dunkelheit öffentlich uraufgeführt.
Die „musikalische Partitur” war durch einen bestimmten, wiederholbaren Ablauf der Performance festgelegt. Sie trug in sich die Grundform des Kreislaufs.
Dabei wurden die obertonreichen Klänge nicht nur durch klassische musikalische Spielmittel wie Geigenbogen und Schlagzeugsticks, sondern unter Anwendung von verschiedenen Spieltechniken auch durch Steine und durch die Reibung des menschlichen Körpers auf den Saiten hervorgerufen. Auch unter Einwirkung der feinsten Berührungen der Saiten durch Wind, Regentropfen, durch herabfallendes Laub oder durch Insekten wurden die Saiten in zufällige Art und Weise in Schwingung gebracht. Das Experimentieren mit dieser Klangvielfalt führte zu dem Grundkonzept der Klangperformance ZWISCHENWELTEN, welche die vierte, die Zeit - Dimension der Installation darstellt.
Ähnliche Installationen wurden unter Beibehaltung desselben Formprinzips in drei weiteren Versionen aufgestellt: Im Jahre 1992 in der Kunststiftung Baden-Württemberg (Stuttgart) und im Garten der Villa Gans (Kronberg im Taunus) sowie 1995 bei dem internationalen Symposium Construction in Process im Wüstengebiet von Israel (Mitzpeh Ramon). Die jeweilige Länge der Installation betrug dabei zwischen 34m bis 50m. Der Unterschied zu der Pariser Version bestand im wesentlichem darin, daß die Saiten nicht auf einer Mauer, sondern an einem Baumstamm bzw. am Werkstor einer verlassenen Fabrik (Mitzpeh Ramon) befestigt waren. Dadurch gelang es auch die Schwingungseigenschaften des Baumstammes oder des metallenen Tores in das Klangbild der Performance ZWISCHENWELTEN ortsspezifisch zu integrieren.

Performance am Fenster

Fenster Performance Boden

Performance am Rahmen

 

 

 

 

 

   
© Michael Deiml & Allrounder