Sonne-Licht-Mensch

   
Der unmittelbare Anlaß für die Entstehung dieser Landschaftsinstallation war das Bildhauersymposium Junge Kunst in alter Stadt in Gengenbach 1984. Die geographischen und landschaftlichen Gegebeheiten des Standortes waren in der Installation verschlüsselt integriert. (Sie sind z.B. aus der Neigung des Stahlbogens oder der geographischen Ausrichtung ablesbar.) Die Arbeit setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Steinkreis und einem Spiegel.
 
Der erste Teil ein Steinkreis mit Durchmesser von etwa 8m, über dem sich ein Stahlbogen in gleicher Größe spannt, befindet sich im Tal unterhalb eines Hügels.
An diesem Hügel, im Fluchtpunkt einer 36,83° nach Nordosten exakt orientierten Visierlinie, befand sich in Gengenbach der zweite Teil der Installation - ein großer runder Spiegel mit Durchmesser von 3,7m.
Durch die gewählten Formen und Maße der einzelnen Elemente sowie durch deren gegenseitige Ausrichtung sind der RAUM, die ZEIT und die kosmischen Gesetzmäßigkeiten in der Arbeit vereinigt. Dadurch entsteht ein „ruhender“ Raum, dem die natürliche Bewegung der Erde um die Sonne Dynamik verleiht. Wahrnehmbahr wird sie an der Bewegung des Lichtreflexes vom Spiegel und des Schattens im Steinkreis, der vom Stahlbogen geworfen wird.