Die Auferstehung des geheimnisvollen König Lavra


   

   









 


 
Diese Installation wurde speziell für den Garten des Institut Français in Stuttgart aus Anlaß meiner Ausstellung "Retour de Paris" im Mai 1992 konzipiert.
In diesem kinetischen Kunstwerk wurden die mit Tausenden unzustellbaren, zerschnittenen Briefen gefüllten Gitterobjekte aus der in Berlin entstandenen Installation KÖNIG LAVRA wieder genutzt, wobei sie in neuer Umgebung mit den vorgefundenen gartenarchitektonischen Vorgaben des Ortes eine neue Symbiose eingingen. So wurden die im Garten bereits vorhandenen sieben Betonsockel, auf denen normalerweise kleine Steinputti aufgestellt sind, genauso integriert wie weitere fünf Sockel aus Bruchsteinmauerwerk, die als eine halbkreisförmige Einfriedung angeordnet sind.
Auch die hochgewachsenen Bäume im Garten wurden zum Bestandteil dieser Installation.
Die Gitterobjekte wurden auf zwölf Sockel aufgestellt und mit je einem Stahlseil mit dem Stamm eines der umstehenden Bäume, so verbunden dass die Gitterboxen in labiler Lage gehalten wurden.
Die Bewegung der Bäume im Wind war am Wippen der Stahlgitterobjekte ablesbar.

In der Einfriedung selbst standen bis auf das mittlere Objekt (der König) alle vier übrigen gleich großen Kästen stramm, senkrecht und unbewegt.
Das mittlere Gitterobjekt unterschied sich von allen übrigen nicht nur durch seine zentrale Stellung und überragende Größe, sondern auch durch eine kreisförmige
Stahlscheibe, die es im oberen Bereich wie ein Schutzschild vor sich trug. Aus der Mitte dieses Schildes spannte sich ein Seil über eine Entfernung von etwa 50m zu einem Baumwipfel. Durch diese gespannte Verbindung machten sich auch die kleinsten Bewegungen der Baumkrone an der variierenden Neigung des mächtigen Objekts bemerkbar.

Aufstellungsort: Garten des Institut Français in Stuttgart (1992)
Material: Garten mit Bäumen, Stahlseil, Stahlgitter,
Papier (unzustellbare Briefe)
Abmessungen: 50 x 50 x 50 m