Die Lichtung - Waldinstallation 2

 DIE LICHTUNG - WALDINSTALLATION 2



    
Während in der Landschaftsinstallation SONNE- LICHT MENSCH die Kinetik der Arbeit durch die natürliche Bewegung der Erde um die Sonne angetrieben wurde, ist es in der WALDINSTALLATION 2 - "DIE LICHTUNG" der Wind im Wald, der die Elemente dieser Installation in Bewegung versetzt.

Die Arbeit befand sich auf einer kleinen kreisförmigen Lichtung, die von hohen Tannen umrahmt war. Etwa im Zentrum dieser Fläche lag ein Abschnitt eines Baumstammes, der mit einem Ende in den Waldboden eingelassen war.

Auf seiner etwa 2m langen und bis zu 50cm breiten Fläche standen auf der Kante graue Pflastersteine aus Granit. Aus der oberen Fläche jedes einzelnen Steins spannte sich ein dünnes Seil zu einem der, am Rande der Lichtung umstehenden Tannenstämme.

Mittels eines Seilgeflechts, das den Zwischenraum der Lichtung füllte, waren auch die Bäume miteinander direkt verbunden. Zum Teil verliefen dabei die feinen Seillinien aus einer Höhe von ca.10m in verschiedenen Richtungen nach unten. Jeweils drei Seile trafen aufeinander am Ende eines der dünnen Aluminiumstäbe, bevor sie sich wieder vom anderen Ende der Stäbe in unterschiedliche Richtungen zu den Baumstämmen spannten.

Die Windstöße, welche die Tannen in Schwingung versetzten, übertrugen sich durch die angespannten Seile auf die im labilen Gleichgewicht stehenden Steine, so daß diese sich sichtbar bewegten, gegeneinander neigten und wieder voneinander entfernten.
Der Bewegungsansatz, der in der SEILINSTALLATION 1 zunächst nur als Potential sichtbar geworden war, wurde hier durch tatsächliche Bewegung ersetzt.





Entstehungsort: 3. Bildhauersymposium Saig im Schwarzwald (1987)
 
Material: Tannen, Kunststoffseil, Granitpflastersteine, Aluminiumstäbe,
Baumstammabschnitt
Abmessungen: ca. 10 x 10 x 10 m